dolle sache :-)

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Freitag, 25. Januar 2013

freitagspost 24



die pille danach



ich sag es lieber gleich vornweg…
das wird nicht lustig heute…
es tut mir leid, aber was lustiges hab ich nach nachfolgendem nicht mehr hinbekommen.

in die berichte zu den feierlichkeiten zum 50. jahrestag des elysée-vertrags
(deutsch französischer freundschaftsvertrag)
(hat da wirklich jemand gefeiert, außer angie und monsieur hollande und was hat eigentlich die party gekostet?),
in die berichte um den möglichen austritt großbritanniens
(wie viele sonderrechte wollen die noch haben?),
in die meldungen aus mali, dem irak und in die berichte um den superflughafen berlin-brandenburg
(jetzt geht auch noch eine geplante flugroute zu nah an einem forschungsatomreaktor vorbei),

in all diese sachen, schleicht sich eine kleine meldung.

sie ist so klein, dass sie es nicht mal in die großen nachrichtensendungen schafft.

zitat (waz):
Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat sich bei dem abgewiesenen Vergewaltigungsopfer entschuldigt. „Dieser Vorgang beschämt uns zutiefst, denn er widerspricht unserem christlichen Auftrag und Selbstverständnis“, erklärte er gestern. Was der Frau widerfahren sei, hätte nie geschehen dürfen. Es gebe keine kirchliche Anweisung, Vergewaltigungsopfer anders zu behandeln oder abzuweisen.

was war passiert?

im dezember wurde eine vergewaltigte 25jährige frau aus köln, bei zwei katholischen kliniken ABGEWIESEN. es ging um eine gynäkologische untersuchung + spurensicherung und die beratung für „die pille danach“ um eine mögliche schwangerschaft durch ihren peiniger zu vermeiden.

da frag ich mich doch – dürfen die das?

zitat (deutschlandradio kultur):
Konfessionelle Krankenhäuser werden zwar zu 100 Prozent aus öffentlichen Geldern finanziert, sagt der Kirchenkritiker Carsten Frerk - dennoch dürfen sie über ihre Behandlungsgrundsätze selbst entscheiden.

Wie der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtet, schärfte die Kirche ihren Kliniken zehn Tage nach dem „Gloria.tv“-Bericht (testkäufer hatten im februar 2012 z.t. erfolgreich versucht in katholischen krankenhäusern „die pille danach“ zu bekommen – anmerkung sven) noch einmal das strikte Verbot der „Pille danach“ ein. Es gehe um die Klarheit der kirchlichen „Null-Toleranzgrenze“ für Schwangerschaftsabbrüche und „damit verbundene Tötungsdelikte“, zitiert das Blatt aus einem Rundschreiben der Caritas als Dachverband der katholischen Kliniken.

das führte mich zu der frage: was ist denn die pille danach?

zitat (ratgeber-pille):
Das gestagenartige Hormon Levonorgestrel verhindert unabhängig vom Zyklustag der Einnahme die Reifung der Eizelle sowie den Eisprung unter der Voraussetzung, dass dieser noch nicht stattgefunden hat. Der Transport der Eizelle im Eileiter sowie die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter werden mit diesem hochwirksamen Medikament verhindert.
Die Pille danach ist keine Abtreibungspille.

danach hab ich erstmal keine fragen mehr. ich bin sprachlos. darüber muss ich erstmal weiter nachdenken, denn ich bekomme das alles nicht zusammengesetzt ohne wütend zu werden.
ich denke ihr wisst, dass ich nicht auf die menschen wütend bin, die dem katholischen glauben nachgehen. ich bin wütend auf diejenigen, die ärzte dazu bringen, frauen von einer klinik abzuweisen.





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habt ein schönes wochenende




(der trick ist weiter zu atmen)

and lately i'm not the only one - iI say never trust anyone

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