dolle sache :-)

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Freitag, 22. Februar 2013

freitagspost 28

unsere kleine diele folge 3449
heute: werbung ist alles

lange hab ich überlegt ob ich heute auch etwas zum allgegenwärtigen thema: „buckelwal in gemüselasagne gefunden“ schreibe.

dann aber habe ich diese woche soviel zu diesem thema gesehen und gehört, dass mir erst „schlecht“ und als zweites „ganz schlecht“ geworden ist.

bevor ich euch dann gänzlich den tag versaue und von sagenhaften funden in unserer täglichen nahrung berichte, wende ich mich einem anderen thema zu: werbung in unserer kleenen diele.

streng wissenschaftlich und in doktorarbeit ähnlichen ansätzen will ich mich mal vorsichtig diesem thema nähern.

da wäre als erstes – die werbeverteiltaktik:

eine beliebte taktik ist die:
„schnell rein, schnell werbung ablegen, schnell raus taktik“
diese wird besonders gern und häufig verwendet. am meisten natürlich von beauftragten menschen, die mit der zu bewerbenden sache nix zu tun haben, sondern lediglich einen riesen packen papier in die hand gedrückt bekommen, mit den worten: „los verteile mal!“
egal welchen inhalts diese werbung ist, sie landet bei mir umgehend im papiermüll und endet dann hoffentlich in der papierwiederaufbereitung.
ich finde es einigermaßen unhöflich, „unsere kleene diele“ als kostenlosen werbeträger zu benutzen ohne dafür ein mindestmaß an höflichkeit aufzubringen und mich als eismann oder eine der eiswarenfachverkäuferinnen zu fragen ob dies gestattet ist.

die zweite taktik wäre die: „ein satz taktik“
hier haben wir eine leicht verbesserte variante der ersten taktik vorliegen.
der satz ist allerdings immer gleich und somit wenig einfallsreich. er lautet: „ich leg hier mal was hin“
den in dieser form abgelegten publizistischen oder werbenden erzeugnissen ergeht es ähnlich denen aus der ersten variante.

die dritte taktik ist die: „ich frag mal lieber taktik“
mit dieser taktik, sind die erfolgschancen einen platz auf dem fensterbrett zu erlangen, ungleich höher, als bei den voran gegangenen varianten. beinhaltet die frage solche schnöden worte wie: „hallo“, „bitte“ „danke“ steht dem auslegen von werbung fast nix mehr im wege außer dem inhalt.

damit wären wir beim zweiten punkt: der werbeinhalt

was habe ich hier nicht alles schon gesehen.
wir können vier große gruppen ausmachen.

die erste wäre: veranstaltungen
die häufigste ausliegende werbung bei mir. es handelt sich hier meist um befreundete kinos und veranstaltungsorte.

die zweite gruppe (mit ständig wachsenden anteil) ist die körperliche-spirituelle.

sensationell wie viele yogazentren, tatraschulen und „ich tanz indisch um den baum“ einrichtungen es inzwischen gibt. es gibt kurse (eine kleine auswahl) für tera mai rei ki, zumba gold, pilates, iyengar yoga, extatisches aerobic yoga (????) herzmeditation, tulayoga und das absolut größte für mich – „kuschelpartys“ ich hab mal für euch „recherchiert“ und zitiere von der dazugehörigen homepage:

zitat aus den regeln:
Nutze den Abend als Experimentierfeld und Spielwiese.
Es gilt absolute Freiwilligkeit.
Kein Sex. Kein Küssen. Keine intimen Berührungen. Bleibe bekleidet.

zitat aus feedbacks:
halte ausschau nach ähnlichen einzelveranstaltungen, gerne auch mit nackten erfahrungsmöglichkeiten zur horizonterweiterung oder inclusiv sexueller energie. in dankbarkeit maluna 20.01.2012
Für die Sommerpartys empfehle ich lediglich noch die Verwendung von 2 oder 3 Ventilatoren, die Papiertücher gegen den Schweiß waren als Behelf etwas schwach… Uwe 17.9.2011

alles weitere dazu überlasse ich eurer fantasie und meine gedanken behalte ich für mich^^.

die dritte gruppe ist die die sich an mütter-väter-kinder-alleinerziehende wendet.
ebenfalls ein großes spektrum, von der hebammenpraxis, der gemeinschaftlichen kinderbetreuung, alternative lebensformen mit und ohne kinder, bis hin zum second hand shop für baby und kinderbekleidung.

und vierte und letzte gruppe sind die kleinanzeigen, die vom weggelaufenen und selbstmord gefährdeten hamster, bis zur wg-mitbewohnersuche reicht.

im letzten punkt meiner kleinen ausarbeitung zur werbung in „unserer kleenen diele“ ein paar „no go’s“ (zitat wikipedia (wird aber auch zeit) Der Ausdruck No-Go (amerikan. engl.) bezeichnet als Anglizismus im Deutschen ein Verbot oder Tabu. „Das ist ein absolutes No-Go“ bedeutet: Es ist verboten, unangemessen (Fettnäpfchen, Fauxpas), schädlich oder kontraproduktiv; umgangssprachlich ist „Das geht gar nicht!“ gemeint.)

immer wieder kommt es zu diskussionen, wenn ich jegliche parteiliche, politische sowie religiöse werbung/information ablehne. ebenso wenn ich es ablehne plakate an den fensterscheiben oder gar im laden anzubringen.

hierzu sei gesagt: wenn zeit ist diskutieren wir gern mit euch politische, geistliche oder auch andere themen, unser eis aber ist unpolitisch. wir sind keine webefläche für politische oder religiöse ansichten, denn wir haben nicht genügend zeit alle hintergrüde der ausgelegten werbung/information zu recherchieren, eine eigene meinung darüber zu bilden und diese dann auch zu vertreten.

unsere fenster und wände nutzen wir selbst zu informationen für unsere kunden und finden es nach wie vor cool das man bei uns noch aus dem fenster schauen kann.

bitte bedenkt, dass werbung auslegen bei uns, außer ein paar freundlichen worten, nix kostet. die entsorgung des papiermülls ist aber für gewerbetreibende im gegensatz zu privathaushalten nicht kostenlos.

mit unter liegen bei uns bis zu 50 verschiedene werbeflyer zum teil in großen stapeln. unseren kleinen gästen bietet sich hier eine super „spielwiese“ in sachen „kreativer neuordnung“ und „weitreichender vermischung“. das ganze allabendlich wieder freundlich zu sortieren kostet ordentlich zeit.

bei zeit fällt mir ein, ich will die eure nicht länger strapazieren und wünsche ein feines wochenende…

ah gerade bekomme ich noch eine aktuelle meldung rein:
spuren vom goldhamster in laufrädern entdeckt…
tztztz, da bahnt sich doch schon wieder ein neuer skandal an…


klick>>>song der woche

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