dolle sache :-)

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Freitag, 18. April 2014

freitagspost 87

unsere kleene diele folge: drölf
heute: poesie

da am baum
ein clown
sitzt auf dem zaun
um zu klaun
die äpfel vom baum
ich staun
über den clown
klaut der äpfel vom pflaumenbaum
aus der traum
vom baum

jetzt könnte man vermuten, dass der eismann nun völlig hinüber ist und nur noch kranke reime schreiben kann.

weit gefehlt.

dies war ein kleiner beitrag zum jubiläum „20 jahre poetry slam in deutschland“, welches dieser tage gefeiert wird.
poetry slam wurde 1986 in einer jazzbar in amerika erfunden. am anfang dieser bewegung ging es eher darum texte rhytmisch „zu performen“, also eher eine art rapmusik ohne musik. dabei war der text völlig egal. man konnte das telefonbuch oder die inhaltsstoffe einer chipstüte „performen“.
es traten mehrere performer gegeneinander an und das publikum bewertete die leistungen. ähnlichkeiten zu luftgitarrenwettbewerben sind durchaus vorhanden.

wenn man also die eingangszeilen „liest“ ist das bester schwachsinn. die gleichen zeilen vor publikum mit einem mikro in der hand, mit körpereinsatz rhytmisch „gesprochen“, ergibt etwas völlig anderes.

wir stellen uns nun alle mal vor den spiegel, nehmen den fön als mikrofon und probieren das mal aus!

nee quatsch… inzwischen hat sich das ja zum glück auch arg geändert. es sind immer noch wettbewerbe wo slammer gegeneinander antreten und das publikum entscheidet über die beste performance. aber mittlerweile reicht das spektrum der dargebotenen beiträge, von lyrik, über lautpoesie, kabarett, comedy bis hin zu kurzgeschichten.

meist gewinnen die heiteren und komischen sachen.
hier mal einer meiner liebsten poetry slammer:
nehmt euch die zeit und hört das in ruhe an. es ist großartig.

klick >> korrekturen


nun aber genug geschwatzt für heute. habt ein feines osterwochende.

musik gibt’s auch noch: (siouxsie & the banshees) was zum tanzen um den osterstrauch mit den bunten eiern dran.
klick >> passenger

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