dolle sache :-)

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Freitag, 19. Dezember 2014

freitagspost 115

unsere kleene diele 110
heute: krimizeit

wie versprochen nähert sich der eismann im urlaub mal vorsichtig dem anfang eines neuen krimis. um mich vorzubereiten habe ich ordentlich krimis gelesen. darunter waren so gute krimis, dass ich eigentlich sagen wollte... oooch nö überlass mal das krimischreiben den leuten vom fach, kümmere dich ums eiskochen und darum dass die läden ordentlich laufen. schreib immermal was in deinen blog und tu das niemanden an.
auf der anderen seite hat meinen unruhiger geist, diese herausforderung aber auch gereizt.

nun, also der versuch einen anfang zu schreiben. ihr dürft entscheiden ob es weiter gehen soll und wenn ja, mit welchem anfang.
es gibt viele möglichkeiten einen krimi zu beginnen. die erste die ich euch vorstellen möchte ist die landschaftsbeschreibung.

...ruhig, souverän und gediegen glitt der schwarze wagen über die engen kurvigen straßen. immer weniger häuser säumten die wegstrecke bis nur noch wiesen ein paar kiefern und birken zu sehen waren. so nahe der küste hätte niemand eine hüglige landschaft vermutet. daher gab es keinen, noch so kurzen, blick auf das meer zu erhaschen.
es ging einen sanften hügel hinauf, ein paar kahle büsche und bäume standen nahe der böschung. die folgende scharfe rechtskurve mündete in eine langezogene abfahrt. und endlich gab es einen freien blick auf die große bucht.
die nahe dämmerung und die mächtigen tiefstehenden wolken ergaben einen verschwommenen grauen horizont. die bucht war in diffuses licht getaucht, das meer schien eine graue träge masse zu sein. rechter hand, am ende der abfahrt, standen drei ferienhäuser in geringem abstand nebeneinander, während ein kurzer steinstrand links der straße zum meer führte.
das erste flache weiße holzhaus war ziel der reise und sollte für zwei wochen zur heimat werden.

die zweite möglichkeit ist die beschreibung des protagonisten. meist ein kriminologe (selten eine frau), einen gerichtsmediziner (fast immer eine frau), ein runtergelumperter privatdedektiv oder ein journalist (auch eher am unteren teil der efolgsleiter).

...der erste blick in die bucht konnte den eismann, müde von der arbeit des jahres, von den vielen menschen, von der langen fahrt, nicht mehr den tag retten. jedes bett wäre willkommener gewesen. der dreitagebart war 10 tage alt. die jeans und die kaputzenjacke genau so müde wie sein träger. die brille brauchte ein reinigungstuch und rutschte richtung nasenspitze. seine schuhe passten weder zur jahreszeit noch zu irgend einem kleidungsstück. offensichtlich, der eismann war am ende. die kommenden zwei wochen sollten die lebensgeister wecken. es war völlig klar, ein biocidre eine zigarette in ruhe und das wars für diesen tag. morgen... ja morgen würde sich der blick über die bucht lohnen, wenn die bilder auch in seinem gehirn ankommen.

ein andere auch sehr beliebte art des einstieges in einen krimi ist „die tat“ – entweder aus sicht des opfers oder aus sicht des täters.

maria borgen schloß die tür ihres kleinen zuckerwarengeschäftes ab. die mittagspause wollte sie nutzen um ein paar besorgungen für das heutige abendessen zu machen. zum ersten mal wollte ihr neuer freund sie daheim besuchen. maria war sehr aufgeregt. nach den 10 jahren ehe mit ihrem ex mann hatte sie sehr lange gebraucht, um wieder bereit zu sein, sich zu öffnen.
beschwingt überquerte sie die straße und trippelte um die nächste ecke zu ihrem auto. den autoschlüssel in der hand war das letzte an das marie dachte, dass es hoffentlich lammkarree im super brugsen geben würde. den schmerz spürte sie kaum, als die kugel ihren linke schläfe traf, in ihren kopf eindrang, um sekundenbruchteile später, auf der rechten seite wieder auszutreten. marie war bereits tot als ihr körper auf den boden aufschlug.

soweit erstmal das erste kapitel. in verschiedenen ansätzen. nun seid ihr am zug. ich bin ja mal gespannt. :-)
habt ein feines wochenende



klick>>> george ezra (budapest)



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